Regierungspräsidium Freiburg SEK

Dokumentarfilm

über den Umbau und die Ertüchtigung des Schutterentlastungskanals von Lahr zum Rhein und den Neubau des Mühlbachdükers in Schwanau, Gemeinde Nonnenweier, im Auftrag vom Regierungspräsidium Freiburg. 14 Monate Drehzeit, veröffentlicht im September 2017, 35 Minuten.

Der Schutterentlastungskanal (SEK) wurde 1934 erbaut, um Hochwasser aus der Schutter direkt zum Rhein abzuleiten und damit die Schutter-Unditz Niederung zu entlasten. Die Überprüfung des Hochwasserschutzes entlang der Schutter hat gezeigt, dass die Dammhöhen in einzelnen Bereichen des SEK nicht ausreichend hoch und standsicher sind, um ein 100-jährliches Hochwasser sicher abzuleiten. Daher werden das Gewässerprofil vergrößert und die Dämme standsicher aufgebaut, damit ein 100-jährlicher Hochwasserabfluss sicher abgeführt werden kann. Hierzu wird ein Teil der Dämme im Zuge der Sanierung um ca. 10 m nach Norden verschoben. Der SEK wird unter anderem vom Mühlbach gekreuzt. Dieser wird mit Hilfe eines Dükers unter dem Kanal hindurchgeleitet. Da der über 80 Jahre alte Mühlbachdüker nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entspricht und zudem verlängert werden muss, wurde in unmittelbarer Nähe ein neuer Düker gebaut. Dabei waren einige anspruchsvolle Randbedingungen zu berücksichtigen: Aufgrund seiner Funktion als Flutkanal musste während der Bauausführung jederzeit gewährleistet sein, dass der SEK auch während der Bauzeit Hochwasser abführen kann. Gleichzeitig liegt das neue Bauwerk zum großen Teil unterhalb des Grundwasserspiegels und auch die Überdeckung zwischen Dükeroberkante und SEK-Sohle beträgt nur wenige Dezimeter.

Mühlbachdüker Nonnenweier

Der Film zeigt ebenfalls die anspruchsvolle planerische und bauliche Umsetzung des neuen Mühlbachdükers. Dabei kommen auch an der Ausführung beteiligte Personen und betroffene Bürger zu Wort.

Die Ausbauabschnitte des SEK

Die filmische Dokumentation über die komplette Ertüchtigung und Ausbau des SEK ist ein Langzeitprojekt für das Regierungspräsidium Freiburg bis 2022. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Bauabschnitte dokumentiert. Archäologische Testgrabungen stehen ebenfalls an, da in der näheren Umgebung germanische und römische Siedlungenreste vermutet werden. Weiterhin sind Infoblätter über die Ökologie entlang des SEK´s in Planung, z.B. über den Bestand von Fledermäusen.

SEK-Infoblatt-1A
SEK-Infoblatt-1B